Die Themen Geschlechtergerechtigkeit und Diversität haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen – auch in der Zivilgesellschaft.
Zivilgesellschaftliche Organisationen (ZGO) sind in ihren Entscheidungsstrukturen (noch) nicht divers aufgestellt. Frauen sind zwar das personelle Rückgrat des zivilgesellschaftlichen Sektors, verfügen jedoch noch über geringere Aufstiegschancen als Männer. Sowohl hauptamtliche Geschäftsführungen als auch die meist ehrenamtlichen Aufsichts- und Kontrollgremien sind überwiegend mit Männern besetzt. Während Frauen etwa 70% der Belegschaften ausmachen, sind diese gerade einmal zu 40% in den Führungs- und Entscheidungsstrukturen repräsentiert. Während die Unterrepräsentation von Frauen und weiteren Geschlechtern in Entscheidungsstrukturen und Führungsgremien zunehmend belegt und bewusst ist, fehlen zu vielen anderen Diversitätsdimensionen wie z. B. race, Alter, sexuelle Orientierung, Behinderung derzeit oftmals die Daten sowie die Instrumente, um Mehrfachdiskriminierung in den Organisationsstrukturen zu erkennen und aktiv zu verringern.
Gleichzeitig mangelt es an niedrigschwelligen, sektorspezifischen Angeboten für Weiterbildung und Organisationsentwicklung zu den Themen Geschlechtergerechtigkeit und Diversität bzw. das Know-how zur Finanzierung dieser Angebote.