„Kultur macht stark” - neue Antragschance für mehr Bildungsgerechtigkeit

14.09.2022, 14:58

Seit 2013 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) außerschulische Projekte der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche, deren Bildungschancen beeinträchtigt sind. Das Ziel ist mehr Bildungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Die Angebote ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und verbessern die individuellen Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen. 

Besonders gute Ergebnisse erzielte in den vergangenen Jahren das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung”. Ziel des Programms ist es, bundesweit Bündnisse für Bildung entstehen zu lassen, in denen die jeweiligen Partner vor Ort Verantwortung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen übernehmen, indem sie kulturelle Bildungsangebote für diese Zielgruppe schaffen.

“Kultur macht stark” bietet eine große Chance, auf lokaler und kommunaler Ebene Bildungsgerechtigkeit zu fördern. Und das können Sie jetzt angehen! Denn das Programm geht in den Jahren 2023 bis 2027 in die dritte Runde! Alles was Sie wissen müssen, um direkt durchzustarten, haben wir für Sie in diesem Fördertipp zusammengefasst.

Unser Tipp:

“Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” ist das größte Förderprogramm der kulturellen Bildung in Deutschland. Filme drehen, Breakdance lernen, Zirkusübungen einstudieren, Theater spielen, Graffitis sprühen, Computerspiele entwickeln - das Spektrum der förderfähigen Projekte ist sehr vielfältig. 

Die Erfahrungen der ersten zwei Förderphasen sind sehr positiv. Das Konzept, die Fördermittel über sog. Programmpartner an lokale Akteure weiterzugeben, funktioniert und stellt sicher, dass das Thema Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche direkt vor Ort angegangen wird - da wo der Nutzen für die jüngste Generation am größten ist. In den folgenden fünf Tipps geben wir Ihnen gerne die wichtigsten Fakten zu “Kultur macht stark” ab 2023 mit auf den Weg.

 

 

Was fördert “Kultur macht stark” konkret?

Das Förderprogramm “Kultur macht stark” setzt sich für mehr Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche durch kulturelle Bildung ein. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen gute Bildungschancen und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Es geht darum, neue Lernwelten zu erschließen und durch außerschulische Bildungsangebote die Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu unterstützen. Bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche erhalten durch die Projekte von “Kultur macht stark” neue Zugänge zum Thema Bildung und werden in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert. 

Das wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden. Daher lässt “Kultur macht stark” in ganz Deutschland Bündnisse für Bildung entstehen. Diese lokalen Netzwerke von Akteuren der Kultur-, Bildungs- und Jugendarbeit etablieren langfristige Unterstützungs- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche. Die Bündnisse agieren direkt im Sozialraum der Jugendlichen und regen auch Eltern und das weitere Umfeld zur Mitarbeit an. 

In der dritten Förderphase des Programms (2023-2027) fördern die Programmpartner wie bisher lokale, außerschulische Projekte der kulturellen Bildung in ganz Deutschland für Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren mit eingeschränkten Bildungschancen sowie für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Weitere Informationen zu förderfähigen Aktivitäten finden Sie in der Förderrichtlinie unter Gegenstand der Förderung.

Was sind “Bündnisse für Bildung” und was genau machen sie?

Um sich als “Bündnis für Bildung” bezeichnen zu dürfen, müssen mindestens drei Einrichtungen oder Vereine, die sich für die kulturelle Bildung benachteiligter Kinder und Jugendlicher engagieren möchten, zusammenarbeiten. Diese Bündnisse müssen darüber hinaus im Sozialraum agieren, also genau dort, wo die Kinder und Jugendlichen leben und zur Schule gehen. 

Die Möglichkeiten der Angebote für die Kinder und Jugendlichen sind sehr vielfältig. Die “Bündnisse für Bildung” können Workshops, Kurse oder Ferienfreizeiten anbieten - Ihnen steht das gesamte Spektrum der kulturellen Bildung offen - von Alltagskultur über Literatur bis Musik und Theater etc. 

Die lokalen Einrichtungen setzen gemeinsam mit ihren Bündnispartnern die kulturellen Bildungsprojekte vor Ort um. Durch die Organisation in Bündnissen können die beteiligten Akteure ihre verschiedenen Kompetenzen und Erfahrungen optimal miteinander kombinieren und ergänzen, damit für die Zielgruppe ein deutlicher Mehrwert entsteht.

 

Welche Aufgabe haben die sog. Programmpartner und wer sind diese in der dritten Förderphase?

“Kultur macht stark” arbeitet mit sog. Programmpartnern zusammen. Für die kommende Förderphase wurden 27 bundesweit tätige Verbände und Organisationen aus Bildung, Kultur und aus dem sozialen Bereich von einer unabhängigen Jury ausgewählt. 

Die Programmpartner führen die Projekte nicht selbst durch. Ihre Aufgabe ist es, die “Bündnisse für Bildung” in die Fläche zu tragen. Sie fungieren als Förderer für die lokalen Akteure, die die kulturellen Bildungsprojekte beantragen und durchführen. 

Die Programmpartner informieren und mobilisieren die lokalen Akteure, damit diese sich vor Ort zu Bündnissen zusammenschließen. Sie reichen die Fördermittel des Bundes an die lokalen Akteure weiter. Die Programmpartner verfügen dabei selbst über weitreichende Erfahrungen und Kompetenzen in der Durchführung von Projekten der außerschulischen Bildung mit Kindern und Jugendlichen. 

Welche Organisationen genau als Programmpartner ausgewählt wurden, erfahren Sie hier

 

Antragsberechtigt? Antragsverfahren? Fristen? 

 

Antragsberechtigt sind bundesweit tätige Einrichtungen wie Verbände, Vereine, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Träger der Kinder- und Jugendförderung, die auch auf lokaler Ebene agieren und Projekterfahrung mitbringen. 

 

Wenn sich die richtigen Partner zu einem Bündnis zusammengefunden haben, stellt der federführende Bündnispartner einen Antrag bei einem der Förderer (Programmpartner). Gefördert werden Ausgaben, die bei der Projektdurchführung entstehen (Honorare, Sachmittel, ggf. eine Verwaltungspauschale). Das Bündnis selbst wird nicht gefördert. 

Was sind die Schritte, um eine Förderung zu erhalten? 

  1. Sie finden die passenden Bündnispartner. 

  2. Sie suchen sich einen passenden Förderer (Programmpartner).

  3. Sie stellen Ihren Antrag.

  4. Der Antrag wird bestenfalls bewilligt.

  5. Nach der Bewilligung können Sie Ihr Bildungsangebot umsetzen. 

Wie das ganze funktioniert, erklärt das BMBF auch in einem kurzen Lernvideo sehr anschaulich!

Ab Ende 2022 können Sie Fördermittel für Ihre lokalen Projekte beantragen, wenn Sie ab 2023 mit Ihrem Angebot starten möchten. Wie bei vielen Förderprogrammen gilt: Wer am besten vorbereitet ist, hat die größten Förderchancen.

Nutzen Sie den Herbst, um Ihr Projekt zu konzipieren und die besten Projektpartner ins Boot zu holen. Auf der Webseite des Programms erfahren Sie, ab wann Sie Ihren Antrag einreichen können. Einfach regelmäßig vorbei surfen. Oder Sie werden Mitglied in unserer emcra LinkedIn-Gruppe. Da informieren wir Sie regelmäßig über spannende Ausschreibungen.

 

Projektbeispiele, Zusatzmaterialien und Social Media nutzen

 

Der Internetauftritt von “Kultur macht stark” ist wie das Programm: stark. Sie haben die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren, es gibt eine Infobroschüre, eine Facebook-Page und verschiedene Lernvideos. Nutzen Sie die Materialien, die Ihnen die Website bietet, um Projekte mit besseren Förderchancen zu entwickeln.  

 

Darüber hinaus finden Sie eine Rubrik mit “Projektbeispielen”. Hier können Sie am Beispiel von erfolgreichen Projekten lernen und sich für Ihr eigenes Projekt inspirieren lassen.

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Entwicklung, Beantragung und Umsetzung Ihrer kulturellen Bildungsprojekte für unsere jüngste Generation!

 

 

 

#emcra_wieder_frisch_zertifiziert

Der Mittwoch und der Donnerstag der vergangenen Woche standen wieder einmal ganz im Zeichen der Überprüfung unserer Arbeit. Bereits zum 15ten Mal wurde uns attestiert, dass wir gut arbeiten und unsere Kund:innen immer im Blick haben. 

Das gesamte emcra-Team hat tatkräftig dazu beigetragen, dass wir Jahr für Jahr eine exzellente Weiterbildungs- und Beratungs-Qualität attestiert bekommen. Beispielsweise finden fast 100 Prozent unserer Weiterbildungs-Teilnehmer:innen einen neuen Arbeitsplatz, wenn sie sich mit einem emcra-Zertifikat bewerben. Und in der vergangenen Woche konnten drei von uns unterstützte Projekte jeweils Förderanträge mit einem sechs- bzw. siebenstelligen Projektvolumen erfolgreich einreichen.

Unser Dank geht an Alina, Fabian, Heike, Jingyang, Klaus, Martin, Mika, Sarah, Stephie und natürlich an alle unsere erfahrenen externen Trainer:innen und Berater:innen. Gute Qualität ist Teamarbeit. Wir strengen uns gemeinsam an, damit Sie eine tolle Weiterbildung erleben oder Ihr Projekt den Zuschlag erhält.

Hier geht es zu unseren zertifizierten Weiterbildungen und Seminaren. Sie können einzelne Seminare auch ganz individuell kombinieren. Egal was Sie möchten, Sie haben die Möglichkeit, für die Teilnahme an unseren Weiterbildungen oder Seminaren bis zu 100 % Förderung zu erhalten.

Haben Sie Interesse oder Fragen zu diesen Angeboten? Bitte kontaktieren Sie uns direkt (030/ 3180 1330) oder per E-Mail an info@emcra.eu. Wir Informieren Sie auch gerne über die umfassenden Fördermöglichkeiten, um Ihre Teilnahme zu ermöglichen. Ihre Teilnahme kann bis zu 100 % gefördert werden. Die geförderte Teilnahme ist auch berufsbegleitend möglich, wobei der Arbeitgeber zusätzlich zur Weiterbildungsförderung einen Lohnkostenzuschuss erhalten kann

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