Alle Jahre wieder: Weihnachtszeit ist Fundraisingzeit

06.12.2023, 16:10

 

Langsam aber sicher nähern wir uns dem Jahresende: Gemütliche Lichter erstrahlen, es beginnt vielleicht nach dem ein oder anderen Plätzchen zu duften und eine Zeit der Besinnung läutet sich ein. 

Die kommenden Feiertage bieten aber nicht nur die Gelegenheit, im Kreis Ihrer Lieben zur Ruhe zu kommen, sondern auch, unsere Mitmenschlichkeit zu zeigen und bedürftigen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Das schlägt sich auch in den Fundraisingzahlen nieder: Im Dezember können in der Regel doppelt so hohe Spendeneinnahmen gewonnen werden wie in einem anderen Durchschnittsmonat desselben Jahres. 2022 waren laut des jährlichen Berichtes des Deutschen Spendenrat e.V. 18% des Jahresvolumens an Spenden im Dezember zu verzeichnen.

Es lohnt sich also als gemeinnützige Organisation auf der Suche nach Drittmitteln in Spendenform, gerade in dieser Jahreszeit genauer hinzuschauen und eine passende Fundraisingstrategie zu entwickeln. In diesem Fördertipp möchten wir Ihnen ein paar Anhaltspunkte geben, welche Fundraisingmethoden besonders erfolgversprechend sind.

 

Unser Tipp:

Die Deutschen holen gerade ihre Spendierhosen aus dem Schrank! Nutzen Sie die Chance und probieren es einfach mal aus mit dem Fundraising. Es muss ja nicht gleich ein Riesenprojekt sein, auch ein paar wenige Euro an der richtigen Stelle können schon viel bewegen.



Was genau ist eigentlich Fundraising?

Fundraising bezeichnet im Wesentlichen die systematische Beschaffung von finanziellen Mitteln für gemeinnützige Zwecke. Es geht darum, Ressourcen zu mobilisieren, um Projekte und Initiativen umsetzen zu können, die einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben. Diese Mittel können aus verschiedenen Quellen stammen, darunter Spenden von Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen oder auch staatliche Fördermittel.

Fundraising umfasst jedoch nicht nur die Beschaffung von Geldmitteln, sondern auch die Förderung von freiwilligem Engagement, Sachspenden und die Schaffung langfristiger Partnerschaften. Es ist eine strategische Herangehensweise, die auf Vertrauen, Transparenz und einer klaren Kommunikation basiert.

 

 

Wie erreiche ich potenzielle Spender:innen?

Fast ein Drittel aller deutschen Privatpersonen spendet mindestens einmal pro Jahr: Das sind über 20 Millionen Menschen. An Spender:innen mangelt es also nicht. Wichtiger ist es, Ihre Botschaft über die richtige Plattform an die passende Zielgruppe für Ihre Organisation zu bringen. Wie Sie das am besten bewerkstelligen können, erfahren Sie hier:

Online-Plattformen und soziale Medien: Nutzen Sie die Kraft des Internets, um Ihre Botschaft zu verbreiten. Plattformen wie GoFundMe, Betterplace oder auch soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit, gezielt Spender:innen anzusprechen und Ihre Kampagne einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

 

Eigene Webseite: Eine professionell gestaltete Webseite ist nicht nur eine Visitenkarte für Ihre Organisation, sondern auch ein wichtiger Kanal, um potenzielle Spender:innen zu erreichen. Stellen Sie klar dar, wer Sie sind, welche Projekte Sie durchführen und wie man Sie unterstützen kann.

 

Newsletter und E-Mail-Kampagnen: Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Unterstützer:innen. Ein regelmäßiger Newsletter informiert über Fortschritte, aktuelle Projekte und lässt Spender:innen direkt an Ihrer Arbeit teilhaben. Nutzen Sie E-Mail-Kampagnen, um gezielt um Spenden zu bitten.

 

Veranstaltungen und Networking: Organisieren Sie Events, um Spender:innen persönlich zu treffen. Ob Infoveranstaltungen, Benefizkonzerte oder gemeinsame Aktionen – persönliche Begegnungen schaffen Vertrauen und fördern die Bereitschaft zu spenden.

 

Unternehmenspartnerschaften: Knüpfen Sie Kooperationen mit Unternehmen, die Ihre Werte teilen. Viele Firmen engagieren sich gerne sozial und unterstützen gemeinnützige Projekte. Eine Win-Win-Situation, von der beide Seiten profitieren.

 

Lokale Medien: Nutzen Sie die Aufmerksamkeit der lokalen Presse, um Ihre Projekte vorzustellen. Berichte in Zeitungen, Radiosendern oder TV-Stationen können dazu beitragen, ein breiteres Publikum zu erreichen.

 

 

Aktuelle Trends im Fundraising: Dezember-Edition

Die Fundraising-Hochzeit im Dezember bedeutet nicht nur, dass die Menschen spendenfreudiger sind, sondern natürlich auch, dass es mehr Wettbewerb um die Aufmerksamkeit potenzieller Spender:innen gibt. Hier haben wir ein paar Tipps für Sie, wie Sie mit kreativen Fundraisingmethoden Ihren Wettbewerber:innen einen Schritt voraus sein können.

 

Digitale Adventskalender: Nutzen Sie die Vorfreude auf Weihnachten, indem Sie einen digitalen Adventskalender gestalten. Hinter jedem Türchen verbergen sich Geschichten über Ihre Projekte, Videos oder exklusive Einblicke. Dies schafft nicht nur tägliche Interaktion, sondern auch eine stimmungsvolle Atmosphäre.

 

Live-Streaming von Veranstaltungen: Virtuelle Events sind weiterhin im Trend. Organisieren Sie Live-Streams von weihnachtlichen Veranstaltungen, Konzerten oder Gesprächsrunden. Zuschauer:innen können direkt spenden und sich gleichzeitig mit Gleichgesinnten vernetzen.

 

Personalisierte Weihnachtsgrüße: Statt standardisierter Massenmails setzen Sie auf persönliche Weihnachtsgrüße. Ein handgeschriebener Brief, eine personalisierte E-Mail oder sogar ein kurzes Video können die Verbindung zu Ihren Unterstützer:innen stärken und das Engagement fördern.

 

Crowdfunding für spezifische Projekte: Starten Sie Crowdfunding-Kampagnen für konkrete Projekte, die in der Weihnachtszeit besonders relevant sind. Menschen sind oft offener für Spenden, wenn sie sehen, wie ihre Unterstützung direkt positive Veränderungen bewirkt.

 

Social Media Challenges: Rufen Sie zu Weihnachts-Challenges in den sozialen Medien auf. Ob ein Spendenmarathon, das Teilen von Weihnachtsfotos oder das Erstellen von DIY-Weihnachtsdekorationen – kreative Aktionen können die Aufmerksamkeit auf Ihre Organisation lenken.

 

 

Fundraising & Förderung: a Match made in Heaven?

 

Es müssen nicht nur Spenden sein. Fördermittel und Fundraising ergänzen sich perfekt. Während Fördermittel oft langfristige Projekte abdecken, ermöglicht Fundraising u. a. Flexibilität, um kurzfristige Bedürfnisse zu adressieren oder besondere Aktionen umzusetzen. Während Fördermittel eine solide Basis bieten, ermöglicht Fundraising u. a. zusätzliche finanzielle Unterstützung und schafft eine breitere Gemeinschaft von Unterstützer:innen. Durch diese Kombination entsteht eine Synergie, die es Ihrer Organisation ermöglicht, nachhaltig und gleichzeitig spontan auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren.

 

Allerdings müssen Fördermittel in der Regel mittels relativ anspruchsvoller Verfahren beantragt werden. Das benötigt etwas mehr “Übung” und spezifische Vorkenntnisse. Diese zu erlernen ist jedoch kein Hexenwerk - nutzen Sie doch die eingangs beschriebenen Fördermöglichkeiten, um aus unserem Weiterbildungsportfolio Ihre ganz persönliche Kombination aus Förder- und Fundraisingwissen zusammenzustellen. 

 

Organisationen, die sowohl private Spenden etc. als auch öffentliche Fördermittel routiniert beherrschen, sind bestens vorbereitet auf die Herausforderungen, die nicht nur im kommenden Jahr erneut auf uns zukommen werden. 

 

 

An die Nikolaus-Socken, fertig, los! Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei Ihren Fundraisingvorhaben im Dezember und im neuen Jahr.

 

 

#emcra_im_Dezember

 

Nicht nur beim Fundraising, sondern auch bei uns ist der Dezember immer eine äußerst geschäftige Zeit. Viele Menschen und Organisationen wollen sich noch eine geförderte Weiterbildung für das Jahr 2024 sichern, sowohl via Bildungsgutschein über die Agentur für Arbeit als auch über das Qualifizierungschancengesetz (QCG), welches auch Berufstätigen (und Arbeitgebern!) großzügige Fördermöglichkeiten bietet. Oder es gilt, vorhandene Überschüsse aus dem Jahr 2023 noch vor dem 31. Dezember möglichst steuersparend “anzulegen”. Die emcra Weiterbildungen, in denen Sie lernen, wie Sie im kommenden Jahr noch mehr Einnahmen erzielen können - nämlich über die bessere Nutzung von Fundraising- und Fördermitteloptionen - sind da eine gute Möglichkeit.

 

Deshalb klingelt bei uns am Jahresende das Telefon meistens öfter als sonst - trotzdem nehmen wir uns für Ihr Anliegen in persönlichen Beratungsgesprächen so viel Zeit, bis Sie zufrieden mit Ihrem ganz eigenen Mix aus Modulen aus unserem zertifizierten Seminarangebot sind.

 

Ein weiteres Winterhighlight für uns - und vielleicht auch für Sie? - war der erfolgreiche Abschluss unseres EU-Projektes upgrade2europe. In dem Projekt steckt das Know-How des gesamten emcra Teams und unserer Projektpartner aus 7 weiteren EU-Ländern und wir finden, dass man auf das Ergebnis schon ein bisschen stolz sein kann! :) 

 

Die durch EU-Förderung kostenfrei verfügbaren Projektergebnisse bieten Ihnen die Möglichkeit, in Eigenregie und berufsbegleitend Ihre Organisation zu “europäisieren”, also den Schritt zu wagen, Ihre Aktivitäten in das europäische Ausland auszudehnen. Wir freuen uns insbesondere über das interaktive Selbstanalyse-Tool, welches Ihnen eine detaillierte Einschätzung Ihrer “instutional readiness” zur Europäisierung sowie individuelle Handlungsempfehlungen bereitstellt. Einen leichten Einstieg bietet der upgrade2europe Emailkurs: Nach Ihrer Anmeldung versorgen wir Sie kostenfrei wöchentlich mit leicht verdaulicher Informationskost und praktischen Anwendungsbeispielen, die Sie direkt in Ihrer Organisation umsetzen können!

 

Außerdem freuen wir uns im Dezember auf das gemütliche Beisammensein, zum Beispiel zum Holiday-Special des emcra Netzwerktreffens am 19. Dezember. Sie sind herzlich dazu eingeladen, sich einen Glühwein zu schnappen und online dazuzustoßen. Anmelden können Sie sich kostenfrei hier!

Übrigens haben wir auch in zwei Wochen noch einen etwas anderen Fördertipp für Sie parat. Zu viel verraten wollen wir noch nicht. Sie wissen ja, wo Sie ihn finden werden: Gleiche Stelle, gleiche Welle.

Bis dahin wünscht Ihnen das gesamte emcra Team einen besinnlichen und erfolgreichen Dezember!

 

 

Haben Sie Interesse oder Fragen zu diesen Angeboten? Bitte kontaktieren Sie uns direkt (030/ 3180 1330) oder per E-Mail an info@emcra.eu. Wir informieren Sie auch gerne über die umfassenden Fördermöglichkeiten, um Ihre Teilnahme zu ermöglichen. Ihre Teilnahme kann bis zu 100 % gefördert werden. Die geförderte Teilnahme ist auch berufsbegleitend möglich, wobei der Arbeitgeber zusätzlich zur Weiterbildungsförderung einen Lohnkostenzuschuss erhalten kann.

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