emcra EU-Fördertipp

Aktueller emcra EU-Fördertipp vom 27.10.2021

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Ihre digitale Reise zum Fundraisingziel:


Dabei sein ist alles und der Weg ist oft genauso wichtig wie das Ziel. Dieses Mantra spielt nicht nur bei den Olympischen Spielen, sondern auch in einer spender:innenzentrierten Fundraisingstrategie eine wesentliche Rolle.

Modernes, vor allem digital gestütztes Fundraising, zielt auf eine langfristige, auf die individuelle Spender:in zugeschnittene so genannte Donor Journey ab. Diese Reise unterteilt sich in verschiedene Phasen und Kontaktpunkte zwischen Spender:in und Organisation. 

Die Anzahl dieser Kontaktpunkte variiert zwar von Fall zu Fall - je nachdem, welche Kommunikationskanäle schon erschlossen sind - aber sollte auf der digitalen Seite zumindest die Webseite der Organisation sowie ausgewählte Social Media Plattformen tangieren.

Unabhängig von der Anzahl der Kontaktpunkte beinhaltet das Konzept der Donor Journey sechs verschiedene Phasen: 

 

1-Neu: Interessent:in möchte mehr über die Organisation erfahren.

2-Interessiert: Interessent:in ist bereits direkt in Kontakt mit der Organisation getreten.

3-Entwicklungsfähig: Interessent:in ist von der Arbeit und Wirkung der Organisation überzeugt und hat eine erste Spende getätigt.

4-Gebunden: Interessent:in identifiziert sich mit der Organisation; Wunsch nach langfristiger Zusammenarbeit und Unterstützung.

5-Gefährdet: Interessent:in denkt darüber nach, das Spendenverhältnis zu beenden.

6-Verloren: Interessent:in hat Spenden eingestellt und sich aus dem Kommunikationsökosystem der Organisation zurückgezogen.

 

Wie Sie sicher schon feststellen konnten, lässt sich vor allem die Webseite sowie direkte digitale Kommunikation via Mailing oder Social Media auf der Reise von der Neuen Interessent:in zur Gebundenen Unterstützer:in kaum noch wegdenken. Eine Neue Interessent:in begegnet Ihrer Organisation in aller Regel über eine Online-Suchmaschinensuche, die idealerweise zu Ihrer Webseite führt. Übrigens auch, wenn sie zuvor auf analogem Weg (durch einen Flyer, ein Event oder dergleichen) von Ihrer Organisation erfahren hat. Interessierte haben sich schon aktiv über Ihre Organisation informiert - auch hier hat die Webseite einen hohen Stellenwert. Der Schritt von interessiert zu entwicklungsfähig kann beispielsweise durch einen personalisierten Newsletter oder eine Interaktion auf Social Media geschehen. Gebundene können im digitalen Raum relativ leicht am Tagesgeschehen Ihrer Organisation teilnehmen und persönliche Sprachrohre zu Ihnen zur Verfügung gestellt bekommen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige nützliche Tipps geben, wie Sie und Ihre Organisation am besten Ihre Webseite und Ihre Social Media Kanäle gestalten und in Ihren Arbeitsalltag einbauen, um möglichst viele mitreisende Interessent:innen von sich und Ihren Projekten zu überzeugen.

 

Unser Tipp:

Digitalisierungsthemen sind nicht nur etwas für Techniknerds. In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Entwicklungen, die uns ermöglichen, mit den richtigen Tools tolle Ergebnisse zu erzielen. Haben Sie nur Mut, etwas Neues auszuprobieren - es macht Spaß! Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen können:




Kommunikationsziele in den Phasen der Donor Journey

Für jede Phase der Donor Journey sollten Sie sich als Fundraiser:in für die jeweilige Interessent:in bestimmte Ziele setzen und Ihre Kommunikationsmaßnahmen entsprechend gestalten. Behalten Sie diese Grundsätze bei der Gestaltung und Konzeption Ihrer Webseite und Social Media Kanäle stets im Hinterkopf.

 

1-Neu: Interessent:in lernt möglichst einfach Ihre Organisation kennen und findet die passenden Informationen.

2-Interessiert: Interessent:in wird davon überzeugt, dass eine Spende für Ihre Organisation eine gute Idee ist.

3-Entwicklungsfähig: Interessent:in werden Inhalte zur Verfügung gestellt, die eine Spende ermöglichen.

4-Gebunden: Interessent:in wird überzeugt, Ihre Organisation langfristig durch eine Mitgliedschaft oder ähnliches zu unterstützen.

5-Gefährdet: Interessent:in wird durch individualisierte Angebote an die Projekte Ihrer Organisation herangeführt, die sie am ehesten interessieren könnten.

6-Verloren: Jetzt ist es in der Regel zu spät, etwas zu machen, da sich die Interessent:in aus der Kommunikationsreichweite der Organisation zurückgezogen hat.



Was macht eine gute Webseite aus?

Um möglichst wenige Interessent:innen zu verlieren und möglichst viele Interessent:innen zu Unterstützer:innen zu machen, ist eine gut gestaltete, moderne Webseite unerlässlich. 

Auf Ihrer Webseite erfahren potenzielle Geber:innen, warum sie sich gerade Ihrer Organisation zuwenden sollten. Und die meisten Nutzer:innen entscheiden schon nach wenigen Sekunden, ob sie auf einer Webseite verweilen oder eben nicht.

Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Webseite in den folgenden Kategorien ordentlich punktet:

 

Informationsgehalt - sind alle aktuellen Informationen zur Organisation vorhanden und interessant aufbereitet?

Bedienbarkeit - wie lange dauert es, an gewünschte Informationen und Inhalte zu kommen? Ist klar, wo diese Informationen zu finden sind?

Ästhetik - das Auge isst zuerst. Sie können noch so schöne, ausführliche und informative Texte schreiben: Meist entscheidet im Internet schlichtweg der erste Eindruck.

Aktualität - sind die angebotenen Informationen aktuell? Gibt es einen regelmäßig bespielten News Feed?

 

Vergleichen Sie zur Veranschaulichung einfach mal eine Webseite aus den 90er Jahren mit einer modernen Internetpräsenz aus dem Jahr 2021. Man braucht kein Profi zu sein, um zu erkennen, welche in den oben genannten Kategorien besser abschneidet. Zum Thema Webseiten-Relaunch können wir den folgenden Podcast von fundraising-radio.de empfehlen.



Anforderungen an eine moderne Webseite

Im letzten Tipp haben Sie gelernt, was eine gute Webseite ausmacht. Jetzt geht es ans Eingemachte: Welche Anforderungen stellen sich jetzt in der konkreten Konzeptionsarbeit? Wir stellen Ihnen für jede Anforderungskategorie ein paar Beispiele vor.

 

Konzeptionelle Anforderungen: Die Webseite sollte nicht als Parallelkanal, sondern als Zentrum Ihrer Fundraisingkommunikation verstanden werden. Fokussieren Sie sich auf die Nutzer:innenperspektive und achten Sie darauf, dass Ihr Spendenformular von überall aus erreichbar ist.

Inhaltliche Anforderungen: Orientieren Sie sich auch hier an den verschiedenen Zielgruppen Ihrer Organisation, von Spender:innen bis hin zu Stakeholdern oder Partnerorganisationen. Stellen Sie sich die Frage, welche Informationen und Inhalte für diese Gruppen am interessantesten sind. Achten Sie auf einfache Sprache und multimediale Aufbereitung Ihrer Inhalte.

Optische Anforderungen: Das Logo Ihrer Organisation sollte stets gut sichtbar sein. Verwenden Sie außerdem große Fotos als Navigationsmerkmale bzw. Gestaltungselemente und nicht nur als Füllmaterial. Achten Sie auf eine einfache und effiziente Navigation - nicht mehr als fünf Themenbereiche.

Soziale Anforderungen: Gemeinnützige Organisationen benötigen vor allem eine solide Vernetzung in der Zivilgesellschaft. Das sollte auch Ihre Webseite widerspiegeln: keine Einbahnstraße zum “Sale”, sondern eine Einladung zu Information und Dialog. Dies erfüllen Sie zum Beispiel, indem Sie jederzeit einen direkten Kontakt zu einer Mitarbeiter:in Ihrer Organisation ermöglichen.

Usability Anforderungen: Ist eine Benutzer:in verwirrt und weiß nicht, wo sie die Informationen findet, die sie sucht, dann bleibt sie auch nicht auf Ihrer Webseite. Deshalb achten Sie auf eine einfach verständliche Menüführung und Navigation. Es gilt das Motto “weniger ist mehr”! Denken Sie auch an gut strukturierte Verlinkungen zu anderen Plattformen, auf denen Ihre Organisation aktiv ist: Social Media oder Spendenplattformen wie betterplace.org zum Beispiel. Das gilt nicht nur von Ihrer Webseite zu den Plattformen, sondern natürlich auch umgekehrt.

 

Noch ein Tipp: Sie müssen heutzutage nicht mehr unbedingt eine teure Agentur anheuern, um Ihre Webseiten zu bauen. Es gibt auch relativ erschwingliche Baukastensysteme wie https://www.wix.com/ , https://www.squarespace.com/ oder https://www.yola.com/, mit denen sich auch ohne technische Kenntnisse eine ansprechende Webseite erstellen lässt.

 

 

Die richtigen sozialen Medien bespielen

Um die 80% der Deutschen nutzen regelmäßig soziale Medien. Aber Social Media ist nicht gleich Social Media - in Zielgruppe und inhaltlichen Ansprüchen unterscheiden diese sich teilweise sehr stark. Bevor Sie sich entscheiden, welche Kanäle Sie bespielen sollten, recherchieren Sie zuerst gründlich, was für eine Community sich jeweils antreffen lässt und ob diese mit der Zielgruppe Ihrer Organisation eine ausreichende Schnittmenge aufweist bzw. mit Ihren Ressourcen und Ihrem Know-How ausreichend bespielbar ist.

Im Folgenden ein paar Beispiele:

 

Facebook ist mittlerweile der Urgroßvater der sozialen Medien. Hier trifft man heutzutage Personen zwischen 25 und 49 Jahren an. Beliebte Inhalte sind Bilder und Videos - auch längere Textbeiträge funktionieren relativ gut.

Instagram ist eine etwas jüngere Plattform und sehr visuell orientiert. Die meisten Nutzer:innen sind zwischen 20 und 29 Jahren. Hier geht es primär um Videos, Stories und Bilder - längere Texte liest kaum jemand.

Twitter ist vor allem für tagesaktuelle Meldungen und das Netzwerken mit Institutionen und Personen des öffentlichen Lebens interessant. Ein Tweet funktioniert auch ohne viel Tamtam als einfache Textnachricht.

LinkedIn und XING sind beides Netzwerke für berufsbezogene Themen. Hier geht es weniger um Katzenbilder und mehr darum, Mitarbeiter:innen zu finden, Jobs zu finden, mit Partnerorganisationen im Kontakt zu bleiben und am Image der eigenen Organisation zu feilen.

 

Natürlich gibt es noch viel mehr. Wenn Sie sich für ein, zwei Plattformen entschieden haben - probieren Sie einfach mal aus, was für Sie am besten funktioniert. Es kann äußerst hilfreich sein, zu überprüfen, was ähnliche Organisationen auf den jeweiligen Plattformen an Inhalten anbieten. Schauen Sie sich gerne die besten Beiträge konzeptionell ab und fügen Sie Ihre eigenen Ideen hinzu.



Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg als digitale Reiseleiter:innen!




#emcra_Digitalisierung_mit_Förderung

emcra als kleines Unternehmen im Dienstleistungsbereich treibt die eigene digitale Transformation schrittweise voran. Das ist für die meisten Organisationen und Unternehmen, auch für die größeren, in der Regel der einzig gangbare Weg, wie diese große Aufgabe parallel zum Tagesgeschäft zu meistern ist.

Wir versuchen, unsere digitale Entwicklung wenn möglich mit Hilfe von Förderung zumindest teilweise zu finanzieren. Beispiel: Vergangene Woche haben wir auf Zypern mit unseren europäischen Projektpartner:innen an der Weiterentwicklung des mehrfach ausgezeichneten Online-Selbstanalysetools Europeanisation gearbeitet. 

Unser Nachfolgeprojekt upgrade2europe, das fast 400.000 Euro Förderung erhält, bietet die Grundlage, das bestehende Online-Tool weiter zu optimieren und gleichzeitig durch die Zusammenarbeit z. B. mit den Digitalisierungsexpert:innen der Technischen Universität Tallinn (TalTech) Zugang zu neuem Wissen zu erhalten.

Wir sind überzeugt, dass diese Kombination von neuem Wissen und Förderung für die meisten Organisationen der Königsweg für die digitale Transformation ist. Wir schlagen Ihnen vor, es ähnlich zu machen. Unsere zertifizierte Weiterbildung zur Digital Manager:in bietet beides: Alles was Sie wissen müssen, um Ihre Organisation Schritt für Schritt zu digitalisieren und zusätzlich einen Überblick über die Fördermöglichkeiten für Ihren digitalen Transformationsprozess. Ihre Teilnahme kann bis zu 100 % gefördert werden. Am 22. November 2021 geht es wieder los. Möchten Sie dabei sein?



 



Haben Sie Interesse oder Fragen zu diesen Angeboten? Bitte kontaktieren Sie uns direkt (030/ 3180 1330) oder per E-Mail an info@emcra.eu. Wir Informieren Sie auch gerne über die umfassenden Fördermöglichkeiten, um Ihre Teilnahme zu ermöglichen. Ihre Teilnahme kann bis zu 100 % gefördert werden. Die geförderte Teilnahme ist auch berufsbegleitend möglich, wobei der Arbeitgeber zusätzlich zur Weiterbildungsförderung einen Lohnkostenzuschuss erhalten kann. 





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