emcra EU-Fördertipp

Aktueller emcra EU-Fördertipp vom 26.08.2020

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Stiftungen, Lotterien, Crowdfunding etc. – Private Gelder optimal mit öffentlicher Förderung kombinieren:

Öffentliche Förderung und die Finanzierung durch private Spenden, Stiftungen etc. sind zwei Seiten derselben Medaille. Jede Organisation sollte einen möglichst optimalen Fundraising-Mix aus Fördermitteln und klassischen Fundraising-Instrumenten anstreben. Nur so lassen sich die eigenen Ziele optimal umsetzen.

Die Kombination von privaten und öffentlichen Geldern hat viele Vorteile. Wer nur auf einen Bereich setzt, der kann schnell aus der Bahn geworfen werden, wenn sich die externen Rahmenbedingungen ändern. Die Corona-Krise zeigt dies besonders deutlich. Organisationen, die aktuell einen größeren Anteil ihrer Einnahmen aus staatlichen Quellen beziehen, kommen deutlich besser durch die Krise. Hinzu kommt, dass z. B. das Spendenvolumen in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 wider Erwarten nicht abgenommen hat. Die Deutschen spenden weiter viel, aktuell sogar mehr als im Vorjahr.

Häufig benötigt man auch beide Finanzierungsquellen, um z. B. Projektvorhaben zu 100 % finanzieren zu können. Öffentliche Fördermittelgeber begrenzen ihren finanziellen Zuschuss fast immer. Im gemeinnützigen Bereich sich dabei Förderquoten von 80 % durchaus normal. Die sogenannte Ko-Finanzierung, also die in diesem Beispiel fehlenden 20 %, müssen aus anderen Quellen bestritten werden. Hier kommen z. B. Stiftungen ins Spiel. Viele, insbesondere kleinere Stiftungen beteiligen sich gerne an öffentlichen Förderprojekten, weil sie dabei mit weniger finanziellem Aufwand viel erreichen können. Zudem gilt: Ein erfolgreicher Antrag bei einem öffentlichen Fördermittelgeber, egal ob in einem Bundesland, beim Bund oder bei der EU, ist für Stiftungen ein Ausweis der professionellen Arbeitsstrukturen eines Antragsstellers. Der Gedankengang dahinter ist folgender: Eine Organisation, die mit öffentlicher Förderung ordnungsgemäß umgehen kann, wird auch unsere Stiftungsgelder sachgerecht einsetzen.

Um sowohl in der Fördermittelwelt als auch in der Welt des klassischen Fundraisings erfolgreich zu sein, ist umfangreiches Wissen in beiden Bereichen notwendig. Für uns bei emcra ist es darum schon lange nicht mehr nachzuvollziehen, warum es zwischen den beiden Bereichen so wenige professionelle Berührungspunkte gibt. Es ist nicht schwierig, beides gut miteinander zu kombinieren, wir bieten seit 2005 beispielsweise diverse Themenbereiche wie Stiftungsanträge oder Soziallotterien als reguläre Bestandteile unserer zertifizierten Curricula an.

Jetzt machen wir den nächsten Schritt. Ab November 2020 nehmen wir eine neue zertifizierte Fundraising Qualifizierung (Teilnahme kann zu 100 % gefördert werden) in unser Weiterbildungsprogramm auf. Diese Weiterbildung ermöglich es Ihnen, eine umfassende Fundraising-Strategie bestehend aus (Online-)Spenden, Stiftungsmitteln, Crowdfunding etc. und aus öffentlicher Förderung (Bund, Land, EU / International) für Ihre Organisation zu entwickeln.

Unser Tipp: Im Bereich der öffentlichen Förderung sollten Sie die aktuellen Entwicklungen zum Beispiel im Hinblick auf die Ko-Finanzierungssätze im Europäischen Sozialfonds in der kommenden Förderperiode beobachten. Aktuell ist es möglich, dass insbesondere in den westdeutschen Bundesländern der öffentliche Finanzierungsanteil sinkt. Wir geben Ihnen gerne ein paar Tipps, wie Sie diesen Rückgang z. B. mit Lotteriemitteln oder Stiftungsgeldern kompensieren können:

Lotteriemittel:

Deutsche Lotterien stellen pro Jahr ca. 3 Milliarden Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. Das Geld wird als Spende oder Förderung an Organisationen vergeben, die insbesondere in den Bereichen Bildung, bürgerschaftliches Engagement, Denkmalschutz, Entwicklungszusammenarbeit, Kultur, Sport, Soziales oder Umwelt aktiv sind.

Für den Einstieg bieten sich die Deutsche Fernsehlotterie, die Glückspirale, die Postcode Lotterie und die Aktion Mensch an. Diese Förderer bieten alle ein attraktives und finanziell gut ausgestattetes Förderangebot und sie verfügen über ein gut strukturiertes Antragsmanagement. Wer einen schnellen ersten Erfolg möchte, kann sich z. B. um eine Mikroförderung der Aktion Mensch bemühen. Bei einem maximalen Förderbetrag von 5.000 Euro ist hier kein zusätzlicher Eigenanteil notwendig.

Stiftungen:

Insbesondere die großen deutschen Stiftungen bieten eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten. Zehn große deutsche Stiftungen mit ihren jeweiligen Förderschwerpunkten haben wir für Sie zusammengestellt:

- Baden-Württemberg Stiftung: Bildung, Forschung, Gesellschaft und Kultur

- Deutsche Bundesstiftung Umwelt: Klimaschutz, Umwelttechnik, -forschung und -kommunikation, Natur- und Kulturgüterschutz, Umweltbildung

- Dietmar Hopp Stiftung: Sport, Medizin, Soziales und Bildung in der Region Rhein-Neckar; medizinische Forschungsprojekte

- Else Kröner-Fresenius-Stiftung: Förderung medizinischer Forschung und medizinisch-humanitärer Projekte

- Gemeinnützige Hertie-Stiftung: Erziehung zur Demokratie, Förderung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse, Europäische Integration

- Klaus Tschira Stiftung gGmbH: Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik

- RAG-Stiftung: Bildung, Wissenschaft und Kultur in den Bergbauregionen an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren

- Robert Bosch Stiftung GmbH: Bildung, Gesellschaft, Gesundheit, Völkerverständigung, Wissenschaft

- Stiftung Mercator GmbH: Wissenschaft, Bildung und internationale Verständigung, insbesondere in den Themenbereichen Europa, Integration, Klimawandel und kulturelle Bildung

- Volkswagen Stiftung: Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre

Viel Erfolg bei der Antragstellung!

 

#emcra Kundenwünsche

In den vergangenen Monaten wurden wir häufiger gefragt, ob wir nicht zusätzlich eine zertifizierte Weiterbildung im Bereich des klassischen Fundraisings anbieten können. Diese Nachfragen kamen insbesondere von langjährigen Kunden, die emcra gut kennen und daraufsetzen, dass wir auch in diesem Bereich ein hochwertiges Angebot auf die Beine stellen.

Wir haben uns den Markt daher wieder einmal sehr genau angesehen und festgestellt, dass vielen Weiterbildungsangeboten im Bereich klassisches Fundraising wichtige Elemente fehlen, die wir als relevant erachten. Das sind unsere wichtigsten Erkenntnisse:

- Die Entwicklung einer umfassenden Fundraising-Strategie bestehend sowohl aus klassischen Fundraising-Elementen (Spenden, Sponsoring etc.) als auch aus öffentlicher Förderung kommt zu kurz.

- Öffentliche Fördermittel kommen fast nirgendwo vor. Dabei sind sie der mit Abstand größte Förderbereich mit den meisten Finanzmitteln.

- Fundraising- und Fördermittel-Expert*innen werden teilweise händeringend gesucht. Der Arbeitsmarkt in diesem Bereich ist sehr gut und wird durch Corona noch besser werden, weil viele Organisationen alternative Finanzierungsquellen erschließen müssen.

- Das Thema Online-Fundraising taucht an vielen Stellen auf, wirkt aber oft nicht sinnvoll in die existierenden Weiterbildungskonzepte integriert. Der Druck zur Veränderung durch die digitale Transformation wird weiter zunehmen. Das Thema muss noch mehr Gewicht bekommen.

- Internationale oder europäische Förderer sind kein Thema, obwohl es z. B. eine Vielzahl an interessanten internationalen Stiftungen gibt. Das Ausland scheint für das klassische deutsche Fundraising nicht zu existieren. Dabei gibt es auch jenseits unserer Grenzen vielfältige Chancen.

Unser Ergebnis: Ab 30. November 2020 startet unsere neue zertifizierte Weiterbildung zur emcra Fundraising Manager*in. Haben Sie Interesse oder Fragen zu dem neuen Angebot? Bitte kontaktieren Sie uns direkt (030/ 3180 1330 oder per Mail an info@emcra.eu. Wir Informieren Sie auch gerne über die umfassenden Fördermöglichkeiten, um Ihre Teilnahme zu ermöglichen.

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