emcra EU-Fördertipp

Aktueller emcra EU-Fördertipp vom 19.07.2017

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Europäischer Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) :

Der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) soll einen Beitrag zur effizienten Steuerung der Migrationsströme sowie zur Durchführung, Konsolidierung und Weiterentwicklung der gemeinsamen Asyl- und Einwanderungspolitik der Europäischen Union (EU) leisten. Gefördert werden innovative Projekte in den spezifischen Zielen „Asyl“, „Integration“ und „Rückkehr“.

Die übergeordnete Verantwortung auf EU-Ebene liegt bei der Europäischen Kommission – Generaldirektion Migration und Inneres. Sie setzt die sogenannten „Union actions“ um. Besonders interessant sind die Ausschreibungen für transnationale Projekte im Bereich der Integration von Drittstaatenangehörigen. Diese werden in der Regel im Dezember eines Jahres von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Die nächste Einreichfrist wird voraussichtlich im Februar 2018 liegen. Potentielle AntragstellerInnen können die Dokumente der vorangegangenen Ausschreibungsrunde über das „Participant Portal“ recherchieren. Eine Liste der geförderten transnationalen Projekte im Bereich der Integration von Drittstaatenangehörigen finden Sie auf der Website der Generaldirektion Migration und Inneres.

Unser Tipp: Der größte Teil von AMIF wird dezentral in den EU-Mitgliedstaaten umgesetzt (ohne Dänemark). In Deutschland ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zuständig. Projektträger können sich allein oder in Partnerschaft mit anderen im Bereich „Asyl“, „Integration“ oder „Rückkehr“ um eine AMIF-Förderung beim BAMF bewerben. In allen drei spezifischen Zielen sind Projekte der europäischen Zusammenarbeit erwünscht, jedoch nicht verpflichtend. 

Die nationale Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen für dieses Jahr soll noch bis Ende Juli 2017 veröffentlicht werden. Antragsberechtigt sind juristische Personen des privaten oder des öffentlichen Rechts (u. a. Behörden, Nichtregierungsorganisationen, Sozialpartner, Internationale Organisationen).

Die inhaltlichen Schwerpunkte und die Mittelverteilung des AMIF in Deutschland können Sie dem „Nationalen Programm“ entnehmen. Auf der Liste der geförderten Projekte 2014 finden Sie eine Auflistung gegliedert nach den spezifischen Zielen und den einzelnen Maßnahmenbereichen. Die Projektanträge müssen einem Maßnahmenbereich eindeutig zuzuordnen sein. Darüber hinaus sollen die Projekte einen europäischen Mehrwert aufweisen und Modellcharakter haben bzw. dazu beitragen, Standards zu setzen. Die Projekte können in der Regel bis zu drei Jahre dauern.

Der EU-Kofinanzierungsanteil in Projekten beträgt maximal 75 Prozent, entsprechend müssen mindestens 25 Prozent aus anderen Finanzierungsquellen eingebracht werden.

Unter besonderen Umständen (z. B. wenn das Projekt sonst nicht durchgeführt und die Ziele des nationalen Programms nicht erreicht werden können) kann der Anteil über eine AMIF-Kofinanzierung, die über eine gesonderte Ausschreibung vom BAMF vergeben wird, bis zu 90 Prozent betragen.

Die AMIF-Kofinanzierung ist eines von vielen Bundesprogrammen, die das BAMF als Kompetenzstelle für Migration und Integration in Deutschland umsetzt. Daneben ist das BAMF Programm- und Umsetzungsbehörde für weitere Programme des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Auf der BAMF-Website finden Sie unter „Infothek“ die Rubrik „Informationen für Projektträger“. Dort sind weitere Programme des BAMF aufgelistet (u. a. Multiplikatorenschulungen, Integrationsangebote für ausländische Frauen oder Spätaussiedler, Integration durch Sport, Strukturförderung von Migrantenorganisationen, Integration jüdischer Zuwanderer).

So können aktuell Anträge für Integrationsprojekte gestellt werden. Die Einreichfrist endet am 15. September 2017. Zielgruppe der Projekte sind zugewanderte Personen mit dauerhafter Bleibeperspektive in Deutschland. Es können Jugendprojekte für Personen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren oder altersunabhängige Projekte gefördert werden.

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