emcra EU-Fördertipp

Aktueller emcra EU-Fördertipp vom 31.03.2021

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Wie geht es weiter mit dem Europäischen Sozialfonds Plus?:

Die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1957 war die Geburtsstunde des Europäischen Sozialfonds (ESF). Der ESF ist das Hauptinstrument der EU für Investitionen in unsere Mitbürger:innen und trägt somit zum Aufbau eines sozialen und inklusiven Europas bei.

Online lassen sich viele Statistiken zu den Erfolgsquoten des ESF finden - mit Zahlen möchten wir Sie aber an dieser Stelle nicht langweilen. Was wir aber sagen möchten ist, dass der ESF seit über 60 Jahren ziemlich gute Arbeit leistet und in ganz Europa schon viele Menschen unterstützt hat!

Auch der ESF+, der uns 2021-2027 begleitet, wird ein wichtiger Bestandteil der europäischen Förderlandschaft in Deutschland bleiben - das steht fest. 

Seine Schwerpunkte sind die Themen allgemeine und berufliche Bildung sowie lebenslanges Lernen, die Wirksamkeit der Arbeitsmärkte und gleicher Zugang zu hochwertigen Arbeitsplätzen, soziale Inklusion, Gesundheit und Bekämpfung der Armut.

Das “Plus” im ESF+ steht für drei Förderinstrumente aus dem sozialen Bereich, die gemeinsam mit dem alten ESF zum ESF+ zusammengefasst werden. Diese sind: die Jugendbeschäftigungsinitiative (YEI), der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) und das Programm für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI). Durch diese Verschmelzung soll das Ziel eines sozialen Europas noch besser erreicht werden.

 

Unser Tipp:

In der Kohäsionspolitik gibt es zwei spannende Entwicklungen:

1.            Es wurde eine Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und den EU-Mitgliedstaaten im Rat über den Vorschlag der EU-Kommission für eine Verordnung über den ESF+ erzielt! Wir informieren Sie nachstehend über die wichtigsten Inhalte des ESF+.

2.            Es gibt ein weiteres Instrument: REACT-EU. Was ist REACT-EU und welche Rolle spielt der ESF+ darin? Auch das werden wir im Folgenden auflösen.

 

Was ist neu 2021? Keine allgemeingültige Strategie mehr, aber dafür Förderprioritäten!

Die Kohäsionspolitik richtete ihre Ziele 2014-2020 an der „Strategie Europa 2020“ aus. Eine Nachfolgestrategie für die Förderperiode 2021-2027 gibt es nicht, aber fünf neue Prioritäten bzw. politische Ziele für die gesamte Kohäsionspolitik:

1.            Ein intelligenteres Europa durch Innovation, Digitalisierung, wirtschaftlichen Wandel sowie Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen.

2.            Ein grüneres, CO2-freies Europa, das das Übereinkommen von Paris umsetzt und in die Energiewende, in erneuerbare Energien und in den Kampf gegen den Klimawandel investiert.

3.            Ein stärker vernetztes Europa mit strategischen Verkehrs- und Digitalnetzen.

4.            Ein sozialeres Europa, das die Europäische Säule sozialer Rechte umsetzt und hochwertige Arbeitsplätze, Bildung, Kompetenzen, soziale Inklusion und Gleichheit beim Zugang zu medizinischer Versorgung fördert.

5.            Ein bürgernäheres Europa durch Unterstützung lokaler Entwicklungsstrategien und nachhaltiger Stadtentwicklung in der gesamten EU.

 

Budget, Förderschwerpunkte und Änderungen im ESF+

Der ESF+ verfügt über ein Gesamtbudget von 88 Mrd. Euro - Deutschland erhält davon rund 6,5 Mrd. Euro. Der neue ESF+ geht noch stärker auf den Gedanken eines sozialeren Europas ein. Hierfür investiert er insbesondere in junge Menschen und Kinder sowie in besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Er leistet Basisunterstützung für benachteiligte Personen und unterstützt die soziale Inklusion direkt.

Insgesamt ist der Anteil des ESF+ am Gesamtanteil der Kohäsionspolitik im Vergleich zur letzten Förderperiode leicht gestiegen.

Der ESF+ konzentriert sich weiterhin auf die Bereiche Beschäftigung, Bildung, Kompetenzen und soziale Inklusion.

Seine Förderschwerpunkte sind dabei:

-              die Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung, allgemeiner und beruflicher Bildung

-              aktive Inklusion

-              die sozioökonomische Integration von Drittstaatsangehörigen

-              der gleichberechtigte Zugang zu hochwertigen Sozialschutzsystemen

-              die soziale Integration von Benachteiligten.

 

Was ist neu im ESF+? Die Grundziele des ESF sind auch weiterhin im ESF+ enthalten. Es gibt jedoch Themen, die im ESF+ besonders betont werden:

-              Mehr Mittel sollen speziell für die Bekämpfung von Kinderarmut und die Unterstützung der Jugendbeschäftigung genutzt werden.

-              Eine grünere und digitalere Wirtschaft soll erreicht werden.

-              Es gibt einen neuen Krisenreaktionsmechanismus (REACT-EU).

 

Was bringt der ESF+ kurzfristig und langfristig?

Es liegt auf der Hand, der ESF+ ist eines der wichtigsten EU-Förderinstrumente Deutschlands. Warum ist das so?

Kurzfristig hilft der ESF+ dabei, die Folgen der aktuellen Wirtschaftskrise abzufedern, speziell die wachsende Arbeitslosigkeit und Armut.

Langfristig ist der ESF+ Teil der Strategie Europas zur Umgestaltung seiner Wirtschaft, um Arbeitsplätze sowie eine integrative Gesellschaft zu schaffen.

 

REACT-EU - Ein Instrument als Antwort auf die Coronakrise.

Die Fonds der EU-Kohäsionspolitik erhalten zu Beginn der neuen Förderperiode 47,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Mitteln. Damit sollen u. a. die negativen Auswirkungen der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt abgefedert werden. Hier übernimmt der ESF+ natürlich eine wichtige Rolle.

Die zusätzlichen REACT-EU Mittel sollen im Rahmen des ESF+ die durch die Corona-Krise besonders benachteiligten Menschen unterstützen. Außerdem sollen sowohl die Digitalisierung im sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Bereich als auch kleine und mittlere Unternehmen gefördert werden.

Das BMWi hat bereits ein Förderprogramm angekündigt, das die zusätzlichen Gelder aus REACT-EU nutzen wird. Das Programm wird voraussichtlich im 1. Halbjahr 2021 starten und soll speziell auf die Bedürfnisse von Social Entrepreneurs und Social Start-ups zugeschnitten sein. Das Programm umfasst Beratungs-, Qualifizierungs- und Unterstützungsleistungen zur Optimierung und Digitalisierung des Geschäftsmodells von Social Entrepreneurs. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BMWi.

 

Webseiten des ESF nutzen - up to date bleiben!

Auf den Webseiten der EU-Kommission, des ESF Bund und auch auf der ESF-Webseite Ihres Bundeslandes finden Sie Informationen zu den neuesten Entwicklungen der EU-Förderperiode 2021-2027.

Darüber hinaus erhalten Sie einen guten Überblick zu laufenden Fördermöglichkeiten und Sie erfahren, wann die Operationellen Programme des ESF+ Bund und Land veröffentlicht werden.

Hier kommen Sie direkt zu den Webseiten:

ESF EU-Kommission

ESF-Bund

Es lohnt sich, regelmäßig auf den Webseiten vorbeizuschauen!

 

Interessieren Sie sich für die Projektförderung durch den Europäischen Sozialfonds plus (ESF+) oder weitere Möglichkeiten der Projektförderung in Deutschland durch EU-, Bundes-, Landes- und Stiftungsgelder? In unserer Weiterbildung Manager:in für öffentliche Fördermittel lernen Sie, die Struktur der öffentlichen Förderlandschaft in Deutschland zu verstehen und anzuwenden, um das Förderpotenzial für Ihre individuellen Vorhaben optimal auszuschöpfen.

Natürlich kann Ihre Teilnahme bis zu 100 % gefördert werden! Die nächsten Einstiegstermine sind der 14. April, der 10. Mai und der 07. Juni 2021.

 

Viel Erfolg bei der Einarbeitung in den ESF+ und bei hoffentlich vielen spannenden ESF+ Projekten!

 

 

#emcra-Ostergrüße

Das emcra-Team wünscht Ihnen eine schöne Osterzeit! Wie im letzten Jahr müssen wir mit einigen Einschränkungen leben und viele Osterbegegnungen werden erneut virtuell stattfinden. Wer hätte das vor einem Jahr gedacht, als die Pandemie gerade erst zum beherrschenden Thema in unserem Alltag wurde. Machen Sie das Beste daraus und freuen Sie sich mit jedem Menschen, der seine Impfung bereits hat oder bald bekommt.

Wir freuen uns jetzt schon seit mehr als einem Jahr jede Woche darüber, dass alle unsere Kund:innen bei uns online genauso viel lernen wie in unseren zurzeit verwaisten Seminarräumen in Berlin. Und wir erinnern uns sehr gut, wie viel Unsicherheit auch bei emcra Ende März 2020 herrschte, als einige Kund:innen kurzfristig storniert haben und das Telefon fast gar nicht mehr klingelte. Sarah Duttenhöfer, aus deren Feder auch dieser ESF+-Fördertipp stammt, hat vor einem Jahr fast über Nacht alles für die Weiterbildung zur Manager:in für öffentliche Fördermittel auf 100 % online umgestellt. Am 25. März 2020 lief unsere erste Weiterbildung online und seitdem ist das zu unserer neuen Realität geworden. Mittlerweile macht es Spaß.

An alle, die damals und das ganze letzte Jahr zwischen diesen zwei sehr speziellen Osterfesten online zu uns gekommen sind, geht ein großes Dankeschön!

 

Haben Sie Interesse oder Fragen zu unseren Angeboten? Bitte kontaktieren Sie uns direkt (030/ 3180 1330) oder per Mail an info@emcra.eu. Wir Informieren Sie auch gerne über die umfassenden Fördermöglichkeiten, um Ihre Teilnahme zu ermöglichen. Ihre Teilnahme kann bis zu 100 % gefördert werden. Die geförderte Teilnahme ist auch berufsbegleitend möglich, wobei der Arbeitgeber zusätzlich zur Weiterbildungsförderung einen Lohnkostenzuschuss erhalten kann.

 

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