emcra EU-Fördertipp

Aktueller emcra EU-Fördertipp vom 11.11.2025

emcra EU-Fördertipp
Hier erhalten Sie 14tägig kostenlos den EU-Fördertipp. Aktuelle News und vieles mehr ...

Fundraising im Jahresendspurt:

Fundraising im Jahresendspurt

Es ist mal wieder so weit, die Lichterketten glitzern überall und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Kaum eine Zeit im Jahr ist so voller Wärme, Reflexion und Verbundenheit wie die Wochen vor dem Jahreswechsel. Menschen denken darüber nach, was sie bewegt hat, was gelungen ist und wo sie noch etwas bewirken möchten. 

Für gemeinnützige Organisationen ist das die Zeit, in der ihr Engagement auf wachsende Spendenbereitschaft trifft. Für viele Organisationen sind gerade die letzten Wochen des Jahres entscheidend dafür, ob gesteckte Ziele erreicht oder sogar übertroffen werden. Und das ist kein Zufall. Die aktuelle Bilanz des Helfens 2024 des Deutschen Spendenrats zeigt deutlich: Das Spendenaufkommen in Deutschland konzentriert sich weiterhin stark auf die Monate Oktober bis Dezember. Rund ein Drittel aller privaten Spenden wird in dieser Zeit geleistet – das zeigt eindrucksvoll, welche emotionale und finanzielle Kraft das Jahresende entfalten kann.

Warum ist das so? Zum einen spielt das Jahresende für viele Menschen eine besondere Rolle: Es ist eine Zeit des Rückblicks, der Dankbarkeit und des Wunsches, etwas Gutes zu tun. Zum anderen sind viele bereit, Projekte zu unterstützen, die sie im Laufe des Jahres begleitet oder berührt haben. Genau hier liegt für Organisationen eine enorme Chance.

In diesem Fördertipp werfen wir einen Blick darauf, warum sich ein Fundraisingprojekt im Dezember fast immer lohnt und wie selbst kurzfristig geplante Aktionen Wirkung zeigen. Denn die Spendenbereitschaft ist da – man muss sie nur aktivieren!

Unser Tipp: Nutzen Sie die Gunst der Stunde, sprechen Sie vom Herzen und erreichen Sie damit Menschen, die mit Ihnen etwas bewegen wollen.

 

Wie Sie Spender:innen erreichen – und Vertrauen aufbauen

Um ein erfolgreiches Fundraisingprojekt auf die Beine zu stellen, ist es wichtig, den aktuellen Spendenmarkt zu kennen. Fast ein Drittel der Menschen in Deutschland spendet mindestens einmal im Jahr – das sind über 20 Millionen potenzielle Unterstützer:innen. An Spendenbereitschaft mangelt es also nicht. Entscheidend ist, wie und wo sie aktiviert wird. Der Spendenmonitor 2024 zeigt: Nur rund 15 % der Befragten spenden spontan – die große Mehrheit reagiert auf gezielte Ansprache.

Die richtigen Kanäle nutzen

Digitale Präsenz ist heute unverzichtbar. Plattformen wie Betterplace oder GoFundMe sowie Social Media ermöglichen es, Geschichten emotional zu erzählen und gezielt zu verbreiten – besonders für jüngere Spender:innen, die laut Studie zunehmend online aktiv sind. Auch eigene Webseiten bleiben zentral: Wer dort transparent zeigt, wer man ist, wie Spenden wirken und wohin Gelder fließen, schafft Glaubwürdigkeit. Der Spendenkompass des Deutschen Spendenrats bestätigt: Vertrauen und Nachvollziehbarkeit gehören zu den wichtigsten Entscheidungskriterien.

Beziehung statt Reichweite

Menschen spenden eher, wenn sie sich einer Organisation verbunden fühlen. Regelmäßige Newsletter oder E-Mail-Kampagnen halten diesen Kontakt lebendig, berichten über Fortschritte und Erfolge und schaffen Nähe. Ebenso wirksam bleiben persönliche Begegnungen – ob Benefizveranstaltung, Tag der offenen Tür oder Kooperation mit lokalen Medien. Sie bringen Gesichter, Geschichten und Emotionen zusammen.

 

Welche Themen Spender:innen bewegen

Der Deutsche Spendenmonitor 2024 zeichnet ein klares Bild: Die Spendenbereitschaft bleibt in Deutschland hoch – über 50 % der Bevölkerung haben im vergangenen Jahr gespendet, im Schnitt 174 Euro pro Person. Doch nicht alle Themen wirken gleich stark.

Besonders erfolgreich waren Spendenzwecke, die eine emotionale Nähe schaffen. Ganz vorne liegen die Kinder- und Jugendhilfe, die Katastrophen- und Nothilfe sowie der Tierschutz – Bereiche, die durch ihre unmittelbare Wirkung und gesellschaftliche Relevanz überzeugen.

Gleichzeitig zeigt sich: Themen, die Zukunft und Verantwortung verbinden – wie etwa Bildung, Umwelt oder soziale Teilhabe – gewinnen an Bedeutung. Ein zunehmend relevantes Feld ist dabei auch Demokratiebildung und Stärkung der Gesellschaft. Laut Auswertung des Spendenmonitors wird das Bildungsengagement als einer der dynamischen Bereiche genannt – mit klarer Verknüpfung zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischer Kultur.

Der Spendenkompass des Deutschen Spendenrats zeigt: Menschen wollen verstehen, wohin ihre Spenden fließen und welche Wirkung sie entfalten. Organisationen, die ihre Projekte nachvollziehbar und offen kommunizieren, schaffen Vertrauen – und heben sich in der besonders spendenstarken Jahreszeit positiv ab.

 

So stechen Sie im Jahresendspurt hervor

Der Dezember ist die Hochphase des Fundraisings – und zugleich die Zeit, in der Vertrauen, Timing und Tonalität den Unterschied machen. Die Spendenbereitschaft ist hoch, doch ebenso groß ist der Wettbewerb um Aufmerksamkeit.

Wer jetzt erfolgreich sein will, braucht eine klare und glaubwürdige Botschaft. Emotionale Geschichten schaffen Nähe und bleiben im Gedächtnis. Ein konkretes Ziel und eine fokussierte Kampagne wirken oft stärker als viele parallel laufende Aktionen.

Ebenso wichtig ist Authentizität. Menschen spenden an Organisationen, deren Stimme sie wiedererkennen. Finden Sie den Ton, der zu Ihnen passt. Eine klare Haltung und eine wiedererkennbare Sprache machen Ihre Kommunikation einzigartig und glaubwürdig.

Ein hilfreiches Werkzeug dabei ist der Case for Support – das zentrale Dokument, das überzeugend beantwortet, warum Ihre Organisation Unterstützung verdient. Wie ein wirkungsvoller Case for Support entsteht, lernen Sie übrigens in unserem Modul Fundraisingkommunikation.

Und schließlich: Transparenz und Dankbarkeit bleiben entscheidend. Laut Spendenkompass des Deutschen Spendenrats ist mangelndes Vertrauen der häufigste Grund, nicht zu spenden. Wer offen zeigt, wohin Spenden fließen und was sie bewirken, und ehrlich Danke sagt, verwandelt einmalige Unterstützung in langfristige Verbundenheit.

 

Last Minute ins Jahresend-Fundraising starten

Auch wenn die Zeit knapp ist – ein wirkungsvolles Fundraisingprojekt lässt sich selbst kurzfristig umsetzen. Entscheidend sind Fokus, Klarheit und Authentizität.

  1. Ein Ziel, ein Zweck: Wählen Sie ein klar umrissenes Projekt mit nachvollziehbarem Nutzen. Je konkreter das Ziel, desto leichter fällt die Entscheidung, zu spenden.
  2. Story first: Erzählen Sie eine emotionale Geschichte statt vieler Fakten.
  3. Niedrige Einstiegshürden: Machen Sie das Spenden einfach – mit Direktlinks, QR-Codes oder klaren Handlungsaufforderungen.
  4. Eigene Kanäle aktivieren: Nutzen Sie Ihre Webseite, Newsletter und Social Media, um schnell Reichweite aufzubauen. Oft reicht eine kleine, aber konsistente Kommunikationswelle.
  5. Dankbarkeit zeigen: Selbst bei kurzfristigen Kampagnen zählt der persönliche Dank. Ein ehrliches Update oder eine kleine Rückmeldung stärken Vertrauen und Beziehung.

Auch im Dezember gilt: Authentizität schlägt Perfektion. Wer mit einer echten Botschaft auftritt und zeigt, warum Unterstützung gerade jetzt zählt, kann selbst in den letzten Wochen des Jahres noch viel bewegen.

Selbst wenn Sie noch nicht viel Erfahrung mit Fundraising haben, trauen Sie sich! Es geht nicht um Perfektion, sondern um Authentizität.

 

#emcra_Fundraising_fuer_die_Zukunftsmacher:innen

Das Jahresende ist die entscheidende Zeit, um Menschen mit einer klaren Botschaft zu erreichen. Bei emcra unterstützen wir Organisationen dabei, ihre Fundraisingkommunikation strategisch aufzubauen. In unserer Weiterbildung vermitteln wir, wie Strategie, Sprache und Struktur zusammenwirken: vom überzeugenden Case for Support über authentische Ansprache bis hin zu einer klaren Fundraisingplanung. So entstehen Projekte, die nicht nur Spenden, sondern auch nachhaltiges Vertrauen gewinnen.

Ganz konkret unterstützen wir aktuell die Zukunftsmacher:innen mit unserem Team und finanziell dabei, sich von einer vielversprechenden Idee zu einer gesellschaftlich wirksamen gemeinnützigen Organisation zu entwickeln. Erste Unterstützer:innen über emcra hinaus gibt es bereits und die Auftaktveranstaltung, das Young Leadership Camp am 30. Oktober 2025 - nur drei Wochen nach der offiziellen Gründung - war ein sehr toller Erfolg für alle, die im Haupt- und im Ehrenamt daran mitgearbeitet haben. In diesem LinkedIn-Post findet Ihr ein kurzes Video, in dem das Engagement und die Wirkung des Tages, an dem ca. 80 junge Führungskräfte aus dem Dritten Sektor in Berlin zusammengekommen sind, sehr viel besser sichtbar werden, als wenn wir an dieser Stelle noch weitere Worte darüber verlieren würden.

Projekte wie die Zukunftsmacher:innen benötigen gutes Fundraising und eine Führungs- und Organisationsstruktur, die Neues ermöglicht. Die richtigen Zutaten dafür sind: Eine gehörige Portion Unterstützung durch private Stiftungen, Spender:innen oder Sponsor:innen sowie ein großer Messbecher voll mit Know-how im Bereich der öffentlichen Förderung. Wenn das ganze dann richtig gewürzt und abgeschmeckt wird, also die passenden Strukturen und Prozesse für gutes Management und inklusives Leadership hinzugegeben werden, dann können die Zukunftsmacher:innen der Zivilgesellschaft ein tolles Mahl mit vielen schmackhaften Gängen auftischen. Alles, was emcra an Know-how zu Bildung und Beratung in den Bereichen Fundraising, Fördermittel und Organisationsentwicklung beisteuern kann, werden wir dazugeben. Wenn Ihr Euch mit Rat, Tat oder sogar finanziell ebenfalls beteiligen möchtet, Zukunft zu machen, dann meldet Euch bei den Zukunftsmacher:innen. Es geht gerade erst richtig los :-).

 

Haben Sie Interesse oder Fragen zu diesen Angeboten? Bitte kontaktieren Sie uns direkt (030/ 3180 1330) oder per E-Mail an info@emcra.eu. Wir informieren Sie auch gerne über die umfassenden Fördermöglichkeiten, um Ihre Teilnahme an unseren Weiterbildungen zu ermöglichen. Ihre Teilnahme kann bis zu 100 % gefördert werden. Die geförderte Teilnahme ist auch berufsbegleitend möglich, wobei der Arbeitgeber zusätzlich zur Weiterbildungsförderung einen Lohnkostenzuschuss erhalten kann.

 

 

Zurück
Weitere Fragen?

Schreiben Sie uns eine E-Mail an:
info@emcra.eu
oder rufen Sie uns an:

030 31801330