emcra EU-Fördertipp

Aktueller emcra EU-Fördertipp vom 09.07.2025

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Das passende Projektmanagement-System für Ihre Vorhaben:

Es muss nicht immer gleich ein offiziell gefördertes Vorhaben wie ein EU-Projekt sein: Wahrscheinlich haben auch Sie bereits ganz unbewusst Projekte gemanagt – etwa bei einem Umzug, bei der Organisation einer Veranstaltung oder bei einer größeren Anschaffung, die mit anderen abgestimmt werden musste. Wer dabei Aufgaben verteilt, den Überblick behält und flexibel auf Änderungen reagiert, wendet bereits zentrale Prinzipien des Projektmanagements an – nur eben ohne bewusste Methode.

Viele Menschen organisieren ihre Projekte intuitiv – mit gesundem Menschenverstand, Improvisationstalent und dem Vertrauen darauf, dass es schon irgendwie funktionieren wird. Und oft tut es das auch – vielleicht nur nicht immer so reibungslos wie erhofft. Mit einem durchdachten Plan, klar definierten Rollen und einer passenden Methode lassen sich viele Abläufe deutlich effizienter, zielgerichteter und entspannter gestalten.

Gerade im beruflichen Kontext fehlt diese Struktur häufig. Die Konsequenzen sind vertraut: unklare Zuständigkeiten, unrealistische Zeitpläne, langwierige Abstimmungen – und am Ende viel Energieaufwand mit wenig greifbaren Ergebnissen. Dabei muss professionelles Projektmanagement keineswegs kompliziert sein. Im Gegenteil: Wer sich einmal mit den Grundlagen und den unterschiedlichen Methoden auseinandersetzt, kann Projekte besser steuern, Risiken frühzeitig erkennen und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln.

Natürlich braucht es ein wenig Zeit, um herauszufinden, welche Herangehensweise zur eigenen Organisation, zu den Projektzielen und zum Team passt. Aber dieser Aufwand zahlt sich aus – fachlich und zwischenmenschlich. Und genau dabei unterstützen wir Sie gerne.

In diesem Fördertipp stellen wir Ihnen verschiedene praxiserprobte Projektmanagement-Ansätze vor – mit ihren jeweiligen Stärken und Grenzen. Damit Sie die Methode finden, die wirklich zu Ihren Projekten passt.

 

Warum nicht heute damit anfangen? Finden Sie heraus, welche Projektmanagementmethode zu Ihnen passt – Ihr nächstes Projekt wird dadurch strukturierter, entspannter und erfolgreicher.

 

Projektmanagement bei emcra - neues Weiterbildungs-Modul startet diesen Herbst!

Wir verstehen Projektmanagement als integralen Teil unserer modernen Arbeitswelt. Deshalb finden Sie in jeder unserer Weiterbildungen die passenden Projektmanagement-Tools, die genau auf die jeweiligen Inhalte abgestimmt sind. Trotzdem haben wir schon oft von unseren Teilnehmer:innen und Interessent:innen das Feedback bekommen, dass ein separates Modul zum Thema Projektmanagementmethoden eine gute Sache wäre, um das spezifische Wissen aus den Fachmodulen abzurunden.

Deshalb sind wir fleißig dabei, unser neues Zusatzmodul Projektmanagement zu entwickeln. Wenn Sie Lust darauf haben, die angeschnittenen Themen aus diesem Fördertipp zu vertiefen und innerhalb eines Monats zum Projektmanagement-Profi zu werden, dann tragen Sie sich gerne auf unserer Interessentenliste ein und wir melden uns mit News zum neuen Modul bei Ihnen. 

 

 

Strukturiertes Plätschern: Projektmanagement im ”Wasserfallmodus”

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Philosophien im Projektmanagement: klassisches sog. “Wasserfall”-Projektmanagement und die neueren, “agilen” Methoden. 

Das sogenannte Wasserfall-Modell gehört zu den klassischen Projektmanagement-Ansätzen. Es zeichnet sich durch eine lineare Struktur aus: Projekte werden in aufeinanderfolgende Phasen unterteilt – typischerweise Definition, Planung, Umsetzung und Abschluss. Jede Phase wird abgeschlossen, bevor die nächste beginnt. Ziele, Zeitrahmen und Budget werden zu Beginn möglichst detailliert festgelegt.

Dieses Vorgehen bietet ein hohes Maß an Planungssicherheit. Verantwortlichkeiten sind klar geregelt, Meilensteine und Berichtsformate stehen frühzeitig fest. Es eignet sich besonders für Vorhaben, bei denen die Anforderungen stabil bleiben, Veränderungen selten sind und formale Abläufe berücksichtigt werden müssen – zum Beispiel bei geförderten Projekten mit klaren Berichtszyklen oder bei Infrastrukturmaßnahmen mit strikten Genehmigungsprozessen.

Beispiel: Eine Kommune plant den Neubau eines Bildungscampus, gefördert über EFRE-Mittel. Bereits vor Projektbeginn müssen Förderanträge, technische Pläne und Kostenaufstellungen vollständig vorliegen. Änderungen im Ablauf oder in der Zielsetzung sind nur schwer umsetzbar. Hier bietet das Wasserfall-Modell die notwendige Struktur, um Planung, Umsetzung und Abrechnung eng zu koordinieren.

Trotz der Vorteile bringt das Wasserfall-Modell auch Herausforderungen mit sich: Kommt es im Projektverlauf zu Änderungen, sind Anpassungen oft aufwändig oder kostenintensiv. Die Flexibilität ist begrenzt – dafür ist die Umsetzung bei stabilen Rahmenbedingungen umso effizienter.

 

Immer am Ball bleiben: Agiles Projektmanagement

Im Gegensatz zum Wasserfall-Modell setzt agiles Projektmanagement auf kurze, flexible Arbeitsschritte – sogenannte Sprints – mit kontinuierlichem Feedback und der Möglichkeit zur schnellen Anpassung. Der Projektverlauf entwickelt sich dabei Schritt für Schritt, und das Projektteam bleibt im ständigen Austausch mit Stakeholdern oder Nutzenden.

Ziel ist es, möglichst früh funktionierende Zwischenergebnisse zu liefern, um zeitnah auf neue Erkenntnisse, sich verändernde Anforderungen oder äußere Einflüsse reagieren zu können. Die Planung erfolgt adaptiv, die Rollen sind oft weniger hierarchisch verteilt, und Selbstorganisation spielt eine zentrale Rolle.

Agiles Arbeiten eignet sich besonders für dynamische Umfelder – etwa in der digitalen Produktentwicklung, in Innovationsprozessen oder bei experimentellen Bildungsformaten.

Beispiel: Ein gemeinnütziger Träger entwickelt im Rahmen eines Erasmus+ Projekts ein digitales Lernangebot für Jugendliche. Die Zielgruppe wird aktiv in die Entwicklung einbezogen, Inhalte und Module entstehen iterativ in mehreren Testphasen. Feedback aus Pilotworkshops fließt laufend in die Weiterentwicklung ein – das Endprodukt wächst also Stück für Stück und bleibt anpassungsfähig. Das agile Vorgehen ermöglicht es, flexibel auf neue Bedarfe zu reagieren und gleichzeitig ein qualitativ hochwertiges Ergebnis zu erreichen.

Die größte Stärke agiler Methoden liegt in ihrer Reaktionsfähigkeit – sie erfordern aber auch Disziplin, Kommunikation und eine Kultur der Offenheit. Wer das beherrscht, kann mit agilen Ansätzen sehr effizient und nutzungsorientiert arbeiten.

 

Why not both? Agiler Wasserfall? Was ist P3 Express?

Agile Methoden und der klassische “Wasserfall” schließen sich nicht gegenseitig aus. Die Vorteile beider Systeme lassen sich gut kombinieren. Bei der Entwicklung von P3 Express haben wir darauf geachtet, einen möglichst einfachen Projektmanagement-Ansatz mit dem Besten aus beiden Welten zu entwickeln. Das Ergebnis ist eine Projektmanagement-Methode, die dank EU-Förderung kostenfrei verfügbar ist und sich obendrauf sogar genau an Ihre Anforderungen anpassen lässt!

Übrigens haben wir auch beim agilen Beispiel weiter oben ein bisschen geschummelt: Das digitale Lernangebot ist schließlich nur ein Teilergebnis (bzw. “Produkt” oder “Output”) des erdachten Erasmus+ Projektes, welches vor allem während der Beantragung und des Finanzmanagements besser ganz klassisch “wasserfallartig” gemanagt werden sollte. Genau hier fangen die Synergien an: Sie können Teile Ihres Projektes klassisch planen, es dann jedoch inhaltlich - wenn angebracht -  mit agilen Methoden umsetzen. P3 Express gibt Ihnen dafür genau die passenden Strukturen an die Hand.

Neben einem ausführlichen Handbuch, das Sie Schritt für Schritt durch den Projektprozess begleitet, haben wir einen interaktiven E-Learning Kurs entwickelt. Als Projektmanager:in “Didi” übernehmen Sie hier spielerisch ein Projekt und bringen es gemeinsam mit Ihren virtuellen Kolleg:innen erfolgreich zum Abschluss … oder auch nicht. Aber genau hier liegt der Clou: In der spielerischen Lernsimulation können Sie problemlos Fehler machen, die im echten Leben jede Menge Zeit und Geld kosten - und wir haben gehört, dass Zeitreisen in Didis Universum durchaus nicht ganz unmöglich sind!

Auch in unserem neuen Weiterbildungs-Modul werden wir zahlreiche Praxisübungen integrieren, um die Strukturen und Anwendungsmöglichkeiten von P3 Express zu üben. Hier geht’s zur Interessentenliste!

Wenn Sie nicht warten möchten, dann finden Sie hier eine schnelle Einführung in P3 Express.

 

Professionelle Projektmanagement-Methoden für alle Lebenslagen

P3 express ist ein kompakter und praxisorientierter Einstieg ins Projektmanagement – insbesondere für Organisationen, die schlanke Prozesse und eine einfache, klar strukturierte Methode suchen. Doch natürlich ist P3 express nicht die einzige Projektmanagement-Methode auf dem Markt. Je nach Anwendungsfeld, Organisationsgröße und Projektkomplexität gibt es eine Vielzahl etablierter Modelle – von klassisch bis agil, von umfassend bis modular.

Um Ihnen einen Überblick zu geben, stellen wir unterschiedliche Ansätze exemplarisch vor:

PRINCE2®

PRINCE2 (Projects IN Controlled Environments) ist eine prozessorientierte, sehr strukturierte Methode, die ihren Ursprung im öffentlichen Sektor Großbritanniens hat. Sie eignet sich besonders für große, komplexe Projekte mit hohen Anforderungen an Dokumentation, Nachvollziehbarkeit und Risikomanagement. Das Modell basiert auf sieben Prinzipien, sieben Themen und sieben Prozessen – und bietet einen klaren Rahmen für Steuerung und Kontrolle.

Vorteile:

  • Klare Rollenverteilung und Verantwortlichkeiten
  • Gut skalierbar und international anerkannt
  • Starke Fokussierung auf Business Case und Projektnutzen

Nachteile:

  • Hoher Dokumentationsaufwand
  • Weniger flexibel für kreative, offene Projektansätze

Scrum

Scrum ist ein agiles Rahmenwerk, das ursprünglich in der Softwareentwicklung eingesetzt wurde, heute aber in vielen Branchen Anwendung findet. Es basiert auf iterativen Arbeitszyklen („Sprints“) und legt großen Wert auf Eigenverantwortung, Transparenz und kontinuierliche Verbesserung.

Vorteile:

  • Sehr flexibel und nutzerzentriert
  • Ermöglicht schnelle Reaktion auf Veränderungen
  • Ideal für Teams, die eigenverantwortlich arbeiten

Nachteile:

  • Erfordert hohe Disziplin und Kommunikation im Team
  • Weniger geeignet für Projekte mit starren Rahmenbedingungen oder Berichtsstrukturen

Hier finden Sie ab Seite 238 eine praxisnahe Schritt-für-Schritt Einführung zum Scrum-Ansatz.

 

ITIL®

ITIL (Information Technology Infrastructure Library) ist ein international anerkanntes Framework für das IT-Service-Management. Zwar handelt es sich streng genommen nicht um eine Projektmanagement-Methode, aber viele Prinzipien lassen sich auf IT-nahe Projekte anwenden – vor allem in großen Organisationen mit komplexen Support- und Serviceprozessen.

Vorteile:

  • Hohe Prozesssicherheit
  • Fokus auf Effizienz und Qualität in IT-Prozessen
  • Besonders geeignet für Organisationen mit starkem IT-Fokus

Nachteile:

  • Eher verwaltungsintensiv und schwergewichtig
  • Eingeschränkte Eignung für kreative oder soziale Projekte

Kanban

Kanban ist ein visuelles Managementsystem, das besonders in agilen Umfeldern genutzt wird – häufig in Kombination mit Scrum. Die Arbeit wird in Form von Karten auf einem Board abgebildet und durch verschiedene Phasen („To Do“, „In Progress“, „Done“) geführt. Der Fokus liegt auf kontinuierlichem Arbeitsfluss und Prozessoptimierung.

Vorteile:

  • Sehr einfache Einführung möglich
  • Gute Transparenz über Arbeitsstände
  • Ideal für operative Teams oder Supporteinheiten

Nachteile:

  • Kein vollständiges Projektmanagementsystem
  • Funktioniert vor allem in stabilen, kontinuierlichen Prozessen

Sie sehen: Es gibt nicht die eine perfekte Methode. Vielmehr lohnt sich ein genauer Blick darauf, welche Anforderungen und Rahmenbedingungen Ihr Projekt mitbringt – und welche Methoden oder Kombinationen sich dafür am besten eignen.

Auch in unserem neuen Weiterbildungsmodul werden wir mehrere Projektmanagementsysteme thematisieren und mit Ihnen gemeinsam die Vor- und Nachteile praxisnah herausarbeiten, sodass Sie für Ihre eigenen Projekte den passenden Methodenmix finden!

 

Am besten Sie beginnen gleich heute mit dem ersten Schritt in Richtung professionelles Projektmanagement? Wir wünschen viel Erfolg!

 

#emcra_Erfahrungen_aus_dem_Projektalltag

Bei emcra arbeiten wir nun seit mehr als 15 Jahren erfolgreich in europäischen Förderprojekten – als Konsortialführer wie auch als Projektpartner. In dieser Zeit haben wir eine Vielzahl von Projektmanagement-Methoden in der Praxis erlebt, getestet und weiterentwickelt. Manche davon waren hochstrukturiert, andere eher pragmatisch – doch eines hat sich durch alle Projekte hinweg als entscheidender Erfolgsfaktor erwiesen: gute Kommunikation.

Auch intern managen wir kontinuierlich Projekte unterschiedlicher Größe. 2025 zum Beispiel haben wir unsere Online-Lernplattform umfassend überarbeitet und um zahlreiche neue Funktionen ergänzt – ein komplexes Vorhaben mit vielen Beteiligten. Gleichzeitig fordern auch kleinere Projekte wie die wöchentliche Organisation unserer Telefondienste immer wieder unser Projektmanagement-Geschick – insbesondere in der Urlaubszeit. Der Maßstab ist also nicht immer die Projektgröße, sondern häufig die Fähigkeit, Rollen, Erwartungen und Kommunikation im Team sinnvoll zu steuern.

Was wir über die Jahre gelernt haben: Projektmanagement-Methoden sind hilfreiche Werkzeuge – aber sie ersetzen nicht das Verständnis für die Menschen, die sie anwenden. Am Ende sind es nicht Systeme, die Projekte umsetzen, sondern Teams. Und gerade in Zeiten von KI und Automatisierung ist es wichtiger denn je, sich bewusst mit der zwischenmenschlichen Seite der Zusammenarbeit zu befassen.

Ob es darum geht, Zuständigkeiten fair zu verteilen, in schwierigen Phasen motivierend zu führen oder gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln – ein gutes Projekt steht und fällt mit der Art, wie wir kommunizieren. Projektmanagement ist immer auch Beziehungsarbeit.

Wie sich dieser Gedanke in moderne Führung und Organisationsentwicklung übertragen lässt, zeigen wir übrigens ganz konkret im EU-Projekt INCLUDE – und in der darauf aufbauenden emcra-Weiterbildung zu Leadership und Organisationsentwicklung.

Wenn Sie also nicht nur Projekte managen, sondern auch Menschen führen wollen: Bei emcra finden Sie die richtigen Impulse.

 

Haben Sie Interesse oder Fragen zu diesen Angeboten? Bitte kontaktieren Sie uns direkt (030/ 3180 1330) oder per E-Mail an info@emcra.eu. Wir informieren Sie auch gerne über die umfassenden Fördermöglichkeiten, um Ihre Teilnahme an unseren Weiterbildungen zu ermöglichen. Ihre Teilnahme kann bis zu 100 % gefördert werden. Die geförderte Teilnahme ist auch berufsbegleitend möglich, wobei der Arbeitgeber zusätzlich zur Weiterbildungsförderung einen Lohnkostenzuschuss erhalten kann.

 

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