emcra EU-Fördertipp

Aktueller emcra EU-Fördertipp vom 20.08.2025

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Das Kreuz mit dem Geld: Fundraising in und für die Kirche:

Heute widmen wir uns einem recht spezifischen Fundraising-Bereich: Die Beschaffung von Mitteln für christliche Kirchen insbesondere in Deutschland. Wir sind sicher, dass auch Menschen, die wenig oder gar nichts mit christlichen Aktivitäten verbindet, diverse Informationen aus diesem Fördertipp in ihre jeweiligen Bereiche übertragen können. Seit vielen Jahren begrüßen wir Vertreter:innen, die haupt- oder ehrenamtlich im kirchlichen bzw. kirchennahen Kontext engagiert sind, in unseren Weiterbildungen, u. a. von der Caritas oder der Diakonie. Es ist also höchste Zeit, einmal genauer auf die Herausforderungen und die Möglichkeiten der Menschen zu schauen, die sich aufgrund ihres Glaubens für unsere Gesellschaft einsetzen. 

Kirchen und christliche Gemeinschaften sind geprägt von den Leitwerten Nächstenliebe und Barmherzigkeit – Werte, die sich in zahlreichen gemeinnützigen Projekten widerspiegeln. Traditionell macht die Kirche den Großteil ihrer Angebote kostenfrei zugänglich. So kommt es, dass Menschen Gemeindedienste in Anspruch nehmen, die keine Kirchensteuer (mehr) zahlen. Den meisten von ihnen ist nicht bewusst, wie sich kirchliche Arbeit tatsächlich finanziert.

Für diese Arbeit braucht es Überzeugung, ehrenamtliches Engagement, aber auch eine solide Finanzierung. Hier kommt das Fundraising ins Spiel. Kirchliches Fundraising richtet sich zwar häufig auch an Kirchenmitglieder, doch das Argument „Die zahlen doch schon Kirchensteuer“ greift zu kurz: Kirchensteuer zahlen nur diejenigen, die lohn- oder einkommensteuerpflichtig sind – das sind lediglich rund ein Drittel der Mitglieder. Aufgrund der demografischen Entwicklung prognostiziert z. B. die Evangelische Kirche in Deutschland, dass dieser Anteil bis 2030 um ein Drittel sinken wird, die Einnahmen aus Kirchensteuern sogar um die Hälfte. Gleichzeitig zeigen Studien, dass die Kultur des Gebens tief in christlichen Gemeinschaften verankert ist – eine wichtige Grundlage, um auch künftig gesellschaftlich relevante Projekte und Dienste zu ermöglichen und Kirche als Ort des Austausches lebendig zu halten.

In diesem Fördertipp werfen wir einen Blick auf erprobte Strategien, kreative Ideen und bewährte Werkzeuge, mit denen Fundraising in kirchlichen Kontexten nachhaltig gestaltet werden kann - im Ehrenamt oder im Hauptamt.

 

Unser Tipp: 

Starten Sie Fundraising-Projekte immer mit einer klaren Mission und Vision, sowohl finanziell als auch inhaltlich. 

Legen Sie fest, wofür genau die Mittel eingesetzt werden sollen, und kommunizieren Sie dies offen. Eine Kombination aus strategischer Planung und passenden Projektmanagement-Methoden hilft dabei, Spendenaktionen strukturiert umzusetzen und langfristige Unterstützer:innen zu gewinnen.

 

Geben verbindet

Christliche Werte wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zeigen sich nicht nur in Worten, sondern auch in einer gelebten Spendenkultur. Laut dem Deutschen Spendenmonitor des Deutschen Fundraising Verbandes (DFRV) spenden über 56 % der in Deutschland lebenden Christ:innen – deutlich mehr als die rund 46 % Menschen ohne Religionszugehörigkeit. Wer gibt, folgt damit auch dem biblischen Auftrag, Bedürftige zu unterstützen und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

Fundraisingerfolge können sichtbare Zeichen des Glaubens sein. Wenn eine Gemeinde eine Kampagne zur Renovierung ihres Gemeindehauses startet, geht es nicht allein um neue Räume, sondern darum, einen offenen Ort für Geflüchtete, Alleinerziehende oder Einsame zu schaffen. Häufig werden solche Aktionen im Gottesdienst verankert, Segensworte begleiten die Spendenaufrufe, und die Zuwendungen werden als Teil des gemeinsamen Auftrags verstanden, „Kirche für alle“ zu sein.

 

Planen, um zu wirken

Eine erfolgreiche Fundraising-Kampagne beginnt nicht mit dem Spendenaufruf, sondern mit einem klaren Plan. Entscheidend ist: Wer ist die Zielgruppe, und über welche Kanäle erreichen wir sie am besten? Wie fundraising-evangelisch betont, bilden Beziehungspflege, gezielte Ansprache und passende Formate das Fundament langfristiger Wirkung. Strategien wie Kollekten, Spendenbriefe, aber auch digitale Tools – etwa Online-Plattformen oder Social Media – eröffnen vielfältige Möglichkeiten, insbesondere jüngere Unterstützer:innen zu erreichen. Effektiv ist, alle Kanäle zu einem stimmigen Gesamtauftritt zu bündeln.

Kampagnen sind insbesondere erfolgreich, wenn sie klassische und digitale Wege kombinieren, Fundraising in Gemeindeveranstaltungen integrieren, klare Projektziele transparent kommunizieren und Spender:innen persönlich wertschätzen. Besonders wirksam ist es, Ehrenamtliche als Botschafter:innen einzubinden und mit Bildern sowie Geschichten emotionale Nähe zu schaffen. Es kommt darauf an zu zeigen, was eine Spende im kirchlichen Kontext konkret in der Lebenswirklichkeit einer Gemeinde bewirken kann. Weitere Hinweise können Sie in unseren Fördertipp zum Thema Ehrenamt im Fundraising nachlesen.

 

Kreative Ideen, die Menschen begeistern

Gute Fundraising-Ideen bringen Menschen zusammen, wecken Freude und machen Kirche als lebendige Gemeinschaft sichtbar. Immer mehr Gemeinden setzen dabei auf Aktionen, die ihre Identität widerspiegeln und die Menschen vor Ort ansprechen.

Praxisbeispiele zeigen, wie vielfältig kreative Ansätze sein können: Ein Filmabend in der Kirche – vielleicht sogar als Open-Air-Version – verwandelt den Kirchenraum in einen besonderen Treffpunkt. Vor oder nach dem Film können Getränke oder Snacks gegen Spende angeboten werden, und thematisch passende Filme regen zu Gesprächen an. Stille Auktionen, bei denen besondere Gegenstände oder Erlebnisse versteigert werden, ziehen auch Menschen an, die sonst vielleicht nicht zu einer kirchlichen Veranstaltung kommen würden. Ob handgefertigte Kunstwerke, eine lokale Künstlerin, die Ihre Büros mit moderner Kunst ausstattet, oder ein Ausflug mit dem Kirchenchor – der persönliche Bezug macht den Reiz aus. Frühstücksspendenaktionen verbinden kulinarischen Genuss mit Gemeinschaft und bieten zugleich eine hervorragende Gelegenheit, neue Gäste willkommen zu heißen.

Das Erfolgsgeheimnis liegt darin, Ideen authentisch und gut vorbereitet umzusetzen – mit einer klaren Botschaft und persönlicher Begleitung. So entstehen bleibende Erinnerungen, die die Bindung zwischen Kirche und Gemeinde stärken.

 

Vertrauen ist das Fundament

Vertrauen ist das Fundament erfolgreichen Fundraisings – insbesondere im kirchlichen Kontext. Wer offen über Ziele, Kosten und die Verwendung von Spenden spricht, schafft Glaubwürdigkeit und bindet Unterstützer:innen langfristig. Gerade in christlichen Gemeinschaften spielt Ethik eine zentrale Rolle, weil Fundraising hier untrennbar mit dem gelebten Glauben und der Vermittlung von Werten wie Ehrlichkeit, Nächstenliebe und Verantwortung verbunden ist. Laut den Zehn Geboten des Fundraisings gehören Ehrlichkeit, Respekt und Dankbarkeit zu den unverzichtbaren Grundsätzen, um die Beziehungen zu Spender:innen zu stärken.

Konkret bedeutet das: Klare Informationen zu Projektfortschritt und Mittelverwendung, regelmäßige Updates in Gottesdiensten oder Gemeindebriefen und eine transparente Rechnungslegung sind ebenso wichtig wie ein herzliches Dankeschön. Nachhaltiges Fundraising denkt über die aktuelle Aktion hinaus – Ziel ist nicht nur, kurzfristig Mittel zu gewinnen, sondern langfristige Partnerschaften zu schaffen. Gemeinden, die Spender:innen nicht nur einmalig ansprechen, sondern kontinuierlich einbinden – etwa durch Einladungen zu Projektbesichtigungen oder persönlichen Gesprächen – bauen eine vertrauensvolle Basis auf, die auch künftige Kampagnen trägt.

So wird jede Spende Teil einer größeren Geschichte: der gemeinsamen Verantwortung, Kirche lebendig, gerecht und offen zu gestalten.

 

Für Ihre kommenden Projekte wünschen wir Ihnen viel Inspiration und Wirksamkeit!

 

#emcra_im_Kirchenfundraising

Die Herausforderungen der Finanzierung in Kirchengemeinschaften sind uns bei emcra bestens vertraut. Durch unsere langjährige Erfahrung im Bereich Förderung – auch im kirchlichen Kontext – wissen wir, wie entscheidend professionelles Fundraising ist. 

Dank unserer Erfahrungen und einem starken Netzwerk von Fundraiser:innen bieten wir nicht nur unsere bewährten, geförderten Weiterbildungen an, sondern entwickeln auch passgenaue Formate für christliche Zielgruppen. Ein aktuelles Beispiel ist die Weiterbildung Fundraising Manager:in für hauptamtliche und ehrenamtliche Personen für die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers, die wir 2025 erstmals umsetzen dürfen. 

Wir freuen uns, unser Wissen und unsere Erfahrung zu teilen – und laden Sie herzlich ein, mit uns ins Gespräch zu kommen und gemeinsam neue Ideen in diesem gesellschaftlich wichtigen Bereich zu entwickeln.

 

Haben Sie Interesse oder Fragen zu diesen Angeboten? Bitte kontaktieren Sie uns direkt (030/ 3180 1330) oder per E-Mail an info@emcra.eu. Wir informieren Sie auch gerne über die umfassenden Fördermöglichkeiten, um Ihre Teilnahme an unseren Weiterbildungen zu ermöglichen. Ihre Teilnahme kann bis zu 100 % gefördert werden. Die geförderte Teilnahme ist auch berufsbegleitend möglich, wobei der Arbeitgeber zusätzlich zur Weiterbildungsförderung einen Lohnkostenzuschuss erhalten kann.

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